Jahresbericht September 2006 - Mai 2007
In diesem Bericht werden wir im wesentlichen auf die Entwicklungen seit September 2006 eingehen. Der Zeitraum von Oktober 2004 bis September 2006 wird über die vorhergehenden Berichte abgedeckt.
Im September 2006 wurde damit begonnen die beiden Einrichtungen Jugendmedienzentrum und Jugendinfocafé zum Jugendmediencafé zusammen zu führen. Die grundlegende Idee beide Einrichtungen getrennt zu führen (mit ggf. auch unterschiedlichen Öffnungszeiten) musste aus mehreren Gründen aufgegeben werden. Zum einen konnte sich bis September 2006 keine eigenständige Veranstaltungen im Jugendinfocafé etablieren, auch war die Raumnutzung durch die BesucherInnen eher zu vernachlässigen. Zum anderen gehörten die Räumlichkeiten aus Sicht der Hauptamtlichen und auch der Ehrenamtlichen sowieso zusammen.
Seit Anfang 2007 wurde die Zusammenführung dann auch "offiziell" bekannt gegeben und mit der Veränderung des Namens und des Logos nach außen kommuniziert. Die Homepageadresse wurde zu www.jmc-tuebingen.de verändert.
1. Inhaltliche Arbeit / Angebote
1.1. Offener Betrieb
Im Jahr 2006 hatten wir an 146 Tagen offener Betrieb (2005: 152), das sind 657 Stunden (2005: 684). Im ersten Quartal 2007 waren es bisher 53 Tage, in Stunden ausgedrückt 238,5. Seit dem Beginn der statistischen Erfassung im Juni 2005 hatten wir insgesamt 1.579,5 Stunden geöffnet.
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Januar – Dezember 2006 |
Januar – April 2007 |
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Gesamtzahl der |
2468 |
983 |
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Deutsch |
Migration |
Gesamt |
Deutsch |
Migration |
Gesamt |
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Mädchen |
17% |
10% |
27% |
15% |
11% |
26% |
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Jungs |
41% |
32% |
73% |
52% |
22% |
74% |
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Gesamt |
58% |
42% |
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67% |
33% |
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Im Monatsverlauf betrachtet besuchten 2006 in den Zeiträumen Januar bis April und Oktober bis Dezember deutlich mehr Jugendliche (durchschnittlich zwischen 17,38 und 24,42 BesucherInnen) das JMC als in den Sommermonaten Mai bis Juli. Die durchschnittlich wenigsten BesucherInnen waren im Juni zu verzeichnen (5,64 BesucherInnen), was vermutlich auf die damals stattgefundene Weltmeisterschaft zurückzuführen ist.
In den ersten vier Monaten des Jahres 2007 wurde das JMC insbesondere im Februar durchschnittlich enorm stark besucht (27,58 BesucherInnen), wohingegen der April mit durchschnittlich 9,89 BesucherInnen schwach besucht war. Der Grund hierfür ist wahrscheinlich das gute Wetter im April. Die BesucherInnenzahlen im Januar und März 2007 sind denen des Vorjahres sehr ähnlich.


Die HauptbesucherInnengruppe des JMC sind die 12-18 jährigen. Gehörten in 2006 bereits rund 90% dieser Zielgruppe an, so ist in den ersten vier Monaten des Jahres 2007 der Anteil der 12-18jährigen auf 93% weiter angestiegen. Dabei ging der Anteil der BesucherInnen in dieser Altersgruppe mit Migrationshintergrund von rund 42% im Vorjahr auf 33% zurück. Die Ursache für diesen Rückgang ist das seitherige Fernbleiben einer Clique von Schülern der Förderschule (s. Jahresbericht 2005).
Auch der Anteil der BesucherInnen mit Migrationshintergrund aller Altersgruppen war zwischen Januar und Mai 2006 mit durchschnittlich 51% noch deutlich höher. Nach dem Rückgang im Juni 2006 ist er bis April 2007 mit durchschnittlich 32% nahezu konstant geblieben.
Der Anteil der Mädchen und jungen Frauen im JMC ist 2007 gegenüber dem Vorjahr nahezu gleich geblieben. Diese sind mit 26% (2006: 27%) immer noch deutlich unterrepräsentiert.
1.2. "Projektnachmittag" im JMC
Konzeptionell haben wir zu Anfang des Jahres beschlossen, an einem Nachmittag der Woche den offenen Betrieb stückweise zu reduzieren und stattdessen in dieser Zeit konkrete Projekte und Kurse für Gruppen anzubieten.
Auch wenn derzeit die Nachfrage nicht sonderlich stark ist, wollen wir diese Angebote nach den Sommerferien nochmals ausbauen und verstärkt bewerben.
Diese Mittwochs-Workshops sollen werden im Herbst unter dem Schwerpunktthema "Bildbearbeitung" angeboten. Die einzelnen Workshops bauen nicht aufeinander auf, sodass zum jedem Zeitpunkt neue Kinder und Jugendliche einsteigen können.
1.3. Ehrenamtliche im JMC
Zurzeit sind 26 Jugendliche (w: 13 / m: 13) im Alter ab 15 Jahre im ehrenamtlichen Team. Seit September 2006 kamen 9 "Neue" dazu. Durch bestehende Freundschaften, das JMC als Freizeitort der Ehrenamtliche und durch das schulische Sozialpraktikum entschließen die Jugendliche sich aktiv am JMC zu beteiligen. Die Beteiligung hat jeweils persönlich geprägte Schwerpunkte. Inzwischen haben wir quasi die dritte Generation ehrenamtlicher MitarbeiterInnen.
In letzter Zeit werden in zwei Bereichen auch zunehmend Probleme und Schwierigkeiten sichtbar.
- Mittelfristig könnten relativ große Probleme im Bereich der System-Administration zum tragen kommen, da bisher keine Nachwuchs für diesen Bereich gefunden wurde. Die beiden bisherigen System-Administratoren sind zunehmend mit anderen Themen beschäftigt (Studium / Ausbildung / Beruf) und stehen deutlich weniger zur Verfügung als in der Vergangenheit.
Das Problem ist uns durchaus bewusst, haben jedoch bisher noch keinen tragfähiges Modell entwickeln können.
- Der zweite Knackpunkt ist wohl darin zu sehen, dass (erfreulicherweise) die "alten" immer noch stark Plenum vertreten sind, die "neuen" jedoch nur vereinzelt und sporadisch anwesend sind. Dadurch kommt es auch immer wieder zu Störungen im Kommunikationablauf, da ein Teil der Ehrenamtlichen Beschlüsse und Regeln nicht oder nur mit deutlicher Verzögerung mitbekommt.
Ein Teil unserer derzeitigen Lösungsstrategie sieht vor mehr gemeinsame Unternehmungen und Veranstaltungen, die auch eine deutliche Spaß-Komponente enthalten, durchzuführen.
1.4. Klausuren
Die für Februar 2007 geplante Klausurfreizeit wurde auf einen Tag gekürzt.
Die Themen wurden auf den wöchentlich stattfindenden Plenumssitzungen gesammelt und mit zwei ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen vorbereitet. Themen waren:
- Selbstverständnis:
Warum übernehme ich Verantwortung? Allgemein und auf das JMC bezogen - Problem Küche:
verschiedene Lösungsvorschläge sammeln und entscheiden, welche Regeln sind für alle umsetzbar - Finanzplanung 2007
- Garderobe:
neues Konzept entwickeln - Bewerbungsverfahren:
Vorschlag zur Beteiligung - Kurzfristige Planungen:
Stadtfest, Deeskaltationstraining, Großputz, Bildung der Arbeitsgruppen (Terminplanung)
Wesentliches Ergebnis war die Zusammensetzung einzelner AG mit Person zu bestimmten Themen, Zielsetzung und Zeitplanung: Zeitschriften, Raumgestaltung, Technikgruppe, Ehrenamtlichkeitsverständnis, Garderobe, Bewerbungsverfahren.
Die AG erarbeitet Vorschläge und stellt die Arbeitsergebnisse im Plenum vor.
1.5. Projekte und Aktionen
1.5.1. Jugendfernsehprojekt (Sommer 2006)
Kurz vor den Sommerferien führen wir das erste Jugendfernsehprojekt mit insgesamt 9 Jugendlichen durch. 4 Jugendliche waren entweder schon ehrenamtliche oder zumindest im Jugendmediencafe öfters als BesucherInnen. Für 5 Jugendliche war dieses Projekt der "Erstkontakt" zum JMC.
Im Projekt wurden unterschiedliche Kurzfilme produziert. Nach einer grundlegenden Einführung (Videoproduktion, Filmmontage, etc) wurden von den Jugendliche recht unterschiedliche Ideen entwickelt und diese zu einem Drehbuch verarbeitet. Dreh und Schnitt lag (jeweils nach Einführung) weitestgehend in der Hand der Jugendlichen. Zum Abschluss des Projektes wurde eine Resektion (Ideen in Filme umsetzten, Filmische Gestaltungsmittel, Montagetechniken, etc.) durchgeführt.
Die Ergebnisse des Jugendfernsehprojektes wurden auf der Homepage www.jmc-tuebingen.de veröffentlicht.
Auch wenn das Jugendfernsehprojekt von der Arbeitszeit her betrachtet recht aufwendig war, hat sich unserer Ansicht nach der Aufwand jedoch gelohnt.
1.5.2. Videogruppe im JMC
Aus dem oben beschriebene Jugendfernsehprojekt entwickelte sich die Videogruppe mit derzeit drei Jugendlichen, die sehr verlässlich mit dabei sind und 3-4 weiteren die von Zeit zu Zeit mit dabei sind.
Die Videogruppe entwickelte zunächst ein Konzept für eine Selbstdarstellung des JMC der dem Sozialausschuss vorgeführt wurde.
Die Dreharbeiten zu dieser Selbstdarstellung zogen sich jedoch recht lange hin, da aufgrund von anderen Themen der Personaleinsatz von Seiten der Hauptamtlichen für die Videogruppe reduziert werden musste. Der Film konnte daher erst im Januar 2007 fertig gestellt werden.
Die Mitglieder der Videogruppe sind derzeit hoch motiviert. Die letzte Produktion der Videogruppe werden wir für den (wenn die Zeit noch reicht) Förderpreis Medienpädagogik 2007 (MKFS) vorschlagen.
Aktuell arbeiten die Videogruppe zusammen dem JGR und dem Paula-Team beim Projekt Meckermobil mit (Technischen Support und "filmische Tricks").
Leider nicht umzusetzen war ein Image-Film für die Jugendgruppe der Ver.di, da die geforderte Aufwandsentschädigung und Verleihkosten den Verantwortlichen zu hoch erschienen. Nach Dokumentationen und Reportagen stehen nun Musik-Videos und/oder Kurzgeschichten auf dem Programm.
Hinderlich für diesen Arbeitsbereich ist, dass wir derzeit nicht über die notwenigen technischen Geräte (z.B. Videoschnitt-PC, Tontechnik, Trickfilmbühne, etc) verfügen und die Raumfrage noch nicht letztendlich geklärt ist. Da dieser Arbeitsbereich uns jedoch auch zukünftig interessant und wichtig erscheint, werden wir für den nächsten Haushalt entsprechende Geräte beantragen.
1.5.3. Sozialpraktikum für SchülerInnen
Regelmäßig können bei uns SchülerInnen ihr Sozialpraktikum machen. In der Regel dauert das Sozialpraktikum eine Woche und liegt kurz vor den Sommerferien oder im Herbst. Einzeln oder in Kleingruppen planen sie ein eigenes Angebot und führen es durch. Aus der Idee im Sommer 2006 wurde das Jugendfernsehprojekt (s. 1.5.1), ansonsten wurde bisher an einem Nachmittag ein Angebot durchgeführt. Im Herbst waren 3 SchülerInnen in ihrem Sozialpraktikum im JMC.
1.5.4. Sommerferienprogramm 2006
Im Sommerferienprogramm fanden 5 der 6 Angebote im JMZ/JIC statt. Für den Hardwarekurs nur für Mädchen gab es keine Anmeldungen und der Aktionstag am letzten Ferientag (Ohne Anmeldung) fand keine Interessenten.
Bei allen Angeboten haben sich die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen aktiv an der Durchführung beteiligt. Die geringe Aufwandsentschädigung war nicht die wesentlichen Motivation sich zu engagieren.
Insgesamt waren im SFP: 37 Jugendliche im Alter 12 - 15 Jahren (w: 24 / m: 13) und aus den Förderschule (1), Hauptschule (3), Realschule (8) und Gymnasium (23).
1.5.5. Qualifizierungsprogramm von Ehrenamtliche für Ehrenamtliche
Stattgefunden haben: Grundlagen Office-Pakete (MS-Office und OpenOffice; Grundlegendes Arbeiten mit der Textverarbeitung und Präsentations-Programmen)
.Diese Programmreihe soll fortgeführt werden, konkretes ist derzeit aber noch unklar.
1.5.6. Bildung im Alltag in der offenen Kinder- und Jugendarbeit
Im Rahmen des Evaluations-Projektes „Bildung im Alltag der offenen Kinder- und Jugendarbeit“ werden seit September 2006 verschiedene Daten erhoben. Im JMC konzentrieren sich die Beobachtungen auf die Bildungsprozesse der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen. Zentrale Frage ist: Welche Möglichkeit bietet das ehrenamtliche Engagement an Qualifikationen für einzelne Jugendlichen?
Wir planen die Ergebnisse der Evaluation im JMC dem Sozialausschuss im Nov./Dez. zu präsentieren. Wir erhoffen uns dadurch auch mehr Wertschätzung und Unterstützung für die Arbeit im JMC. Die Gesamtergebnisse der Evaluation werden auf einer Tagung der Öffentlichkeit vorgestellt.
1.5.7. Fortbildung „Mädchen und Chatten“
Für Frauen aus verschiedenen Einrichtungen der Stadt Tübingen.
Entstanden ist das Fortbildungsthema „Sicherheit im Internet“ im FAK Mädchenarbeit. Der erste Teil fand im Mai statt und wird im Juni fortgeführt. Durchgeführt wird die Fortbildung in Kooperation mit den Vereinen Mädchentreff und Tima. Finanziert wurde die Referentin aus Mitteln des Landesjugendplanes und Eigenbeteiligungen der jeweiligen Personalträger. Die inhaltliche Vorbereitung und die kostenfreie Nutzung unsere Räume ist der Beitrag des JMC. Vereinbart wurde Fortbildungen zu dem Themenkomplex „Mädchen und Medien“ in Kooperation anzubieten.
Wie hoch der Bedarf der Tübinger Pädagoginnen nach Austausch und Informationen zum Umgang mit den Möglichkeiten und den Gefahren der Informations- und Kommunikationsmedien für Mädchen und junge Frauen ist, zeigt die ausgebuchte Fortbildungsveranstaltung (max. 16 TN).
2. Rahmenbedingungen
2.1. Team
Nach längeren Überlegungen und Verhandlungen verabschiedete sich Hans im Januar 2007 aus dem Team und dem Epplehaus. Als Mitarbeiter seit über 10 Jahren im Epplehaus ging mit ihm auch viel Wissen und Erfahrungen. Die Stelle konnte für drei Monate nicht besetzt werden. Bestimmte Aufgaben, wie Getränkebestellung und Abrechnung wurden von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen übernommen. In anderen Bereichen entstanden Lücken.
Das Bewerbungsverfahren wurde so geplant, damit die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen sich an der Auswahl beteiligen und mitentscheiden konnten (s.o.).
Seit 2.Mai arbeitet Saskia mit 50% Stellenumfang im Team des JMC mit. Soweit die ehrenamtlichen Mitarbeiterin die übernommenen Aufgaben weiterhin erledigen wollen, können sie ihre Verantwortungsbereiche erledigen. Nach der Einarbeitungszeit werden im Team die Schwerpunkte neu gesetzt.
Aufgrund der geplanten Neuschaffung der Bereichsleitungen in der Abteilung Jugendarbeit wurden 25% des Stellenumfangs nicht mehr besetzt. Dies fehlt auch für das gesamt Haus.
Eine andere wesentliche Veränderung war die Neubesetzung der Jugendkulturstelle. Unseren Vorschlag zu Aufteilung der 100% wurde gefolgt und das Jugendkulturteam hat sein Büro im Epplehaus. Zur Zeit findet Teamsitzung der hauptamtlichen MitarbeiterInnen im Epplehaus statt, zum Austausch, Koordination und zur gegenseitigen Unterstützung. Möglich sind auch gemeinsame Projekte etc.
Unser Team befindet sich derzeit also in einer Phase der Neuorientierung. Langfristige Planungen und Konzeptionen konnten bisher noch nicht ausarbeiten werden.
2.2. Praktikantinnen
Wir freuen uns regelmäßig Praktikantinnen zur Mitarbeit gewinnen zu können. Nach dem einjährigen Vorpraktikum von Isabel, die nun ihren Wunschausbildungsplatz bei der Stadt Tübingen hat, hat von Oktober ´06 bis Januar ´07 Manuela ihr Praktikum (300 Std.) für das Studium am IfE im JMC absolviert. Aufgrund ihrer längeren Krankheit konnte sie nicht im geplanten Maße eigene Projekte durchführen. Dafür engagierte sie sich bei der Übergabe und Strukturierung bestimmter Aufgaben an die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen.
Seit Ende Februar 2007 arbeitet Aster im Rahmen ihres Studiums am IfE im JMC mit. Arbeitschwerpunkt ist der offene Betrieb des JMC, die Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und die Umsetzung eigener Projekte.
Nach den Pfingstferien wird sie das Projekt "Kochen und Computer" mit Mädchen der Klassenstufen der Hauptschule (GSS) durchführen in enger Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen der 7. und 8. Klasse und soweit es zeitlich möglich ist, mit ehrenamtliche Mitarbeit.
Ein von uns initiiertes Projekt ist die selbstständige Planung und Durchführung der derzeit drei Praktikantinnen in der Abteilung, eines Angebotes für Mädchen auf dem Stadtfest 2007, um diesen Schwerpunkt in der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Insgesamt hat sich die Unterstützung durch Praktikantinnen als sehr positiv erwiesen. Der Zeiteinsatz der Hauptamtlichen durch Begleitung und Ausbildung in der Praxis und der Freiraum für die Praktikantinnen ihre eigenen Ziele umzusetzen, rechnet sich für beide Seiten. Deshalb setzen wir den Schwerpunkt in allen Praktikas auf das eigene Handeln und die Reflexion.
Der Auftrag für die Abteilung einen Praktikumleitfaden zu schreiben muss leider aus Zeitgründen verschoben werden.
2.3. Kooperation Verein
Die alltägliche Absprachen und Kontakte zwischen Hauptamtlichen und Verein wird inzwischen über die Jugendkulturstelle abgedeckt, sodass wir vom JMC relativ wenig "offizielle" Kontakte / Beratungen mit dem Vorstand haben.
2.3.1. Kooperationstreffen (Vorstand / HA / JGR )
Die im Kooperationsvertrag festgelegten Kooperationstreffen finden regelmäßig statt. Die Treffen sind gut, produktiv und recht zielgerichtet.
In der letzten Sitzung wurde z.B. der kommende Tag der offenen Tür vorbereitet und inhaltliche Eckpunkte für die einzelnen Bereiche gesetzt.
2.3.2. bits and bytes to music
Das Projekt "bits and bytes to music" bleibt auch im Jahr 2007 ein attraktives jugendkulturelles Angebot im Jugendzentrum Epplehaus. Nach dem anfänglichen Schwerpunkt Rockmusik (bedingt u.a. durch die Produktion des "Bock auf Rock"-Samplers im Jahr 2005) hat inzwischen die HipHop-Nachwuchs-Szene Tübingens das Projekt für sich entdeckt. Die Produktion des "Straßensound 06"-Samplers in Zusammenarbeit mit dem Landessportverband (im Rahmen der Straßenfußball-WM 2006) trug dazu bei, dass das Projekt von mehr Jugendlichen genutzt wird und einen höheren Bekanntheitsgrad erreicht hat. Die CD-Präsentation Anfang Dezember 2006 im Epplehaus war sehr gut besucht und führte zu vermehrten Nachfragen verschiedenster Jugendlicher (viele mit Migrationshintergrund), die gerne eigene HipHop-Songs produzieren wollen.
Momentan werden in Zusammenarbeit mit der Musikwerkstatt Tübingen wöchentlich eine Mädchen- und drei Jungen- HipHop-Crews betreut.
Auch der Live-Recording-Bereich bleibt weiterhin sehr attraktiv für verschiedene Nachwuchskünstler, da sie auf einfachem Weg zu einer ansonsten mit erheblichem Aufwand und Fachwissen verbundenen Aufnahme ihrer Stücke kommen. Ohne die so genannte "Demo-CD" können sie sich nicht für Auftritte bewerben.
Weiterhin unklar bleibt die personelle Absicherung des Projekts. Im Jahr 2006 wurde der Mitarbeiter zeitlich begrenzt über einen Werkvertrag mit der Stadt Tübingen bezahlt, im Jahr 2007 war es bisher leider nicht möglich, Mittel einzuwerben.